Twittern als Medienpraktik der situativen Protestkommunikation

Per definitionem sind Proteste als zumeist kollektiv artikulierte Widersprüche gegen bestehende Ordnungen aufzufassen. Auch im Zeitalter der Digitalisierung sind Straßenproteste die wichtigste und wirksamste Protestform.

Proteste werden aber nicht nur durch körperliche Präsenz der Protestierenden auf der Straße, sondern vor allem auch sprachlich, medial und dabei zunehmend digital hervorgebracht. Im Vortrag werden unterschiedliche Medienpraktiken betrachtet, durch die Proteste gestaltet werden. Dabei wird vor allem die Rolle von Hashtags in der situativen Protestkommunikation auf Twitter näher beleuchtet. Der Vortrag zeigt anhand der Analyse aktueller Protestkommunikation durch quantitative und qualitative Methoden der Korpus-, Interaktions- und Medienlinguistik, wie Situativität in Protesten hergestellt wird und warum Protestsituationen als gemeinsame wie verteilte Situationen, die sich online und offline vollziehen, aufzufassen sind.

Wann: 13. January 2021 – 18 bis 19 Uhr

Wo: Online

Veranstalter: Universität Greifswald

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