Digitale Don’ts und Dos –
Ein Beitrag der Digitalen Nachbarschaft

Was würden wir nur ohne das Internet tun? Informieren, recherchieren, reservieren. Mittlerweile gibt es wenige Bereiche, die nicht ins Internet gezogen sind. Doch der Internet-Zugang allein reicht nicht aus, um sämtliche Angebote kompetent und vor allem sicher zu nutzen.

Digitale Nachbarschaft (kurz: DiNa), ein Projekt von Deutschland sicher im Netz, hat uns fünf beliebte digitale Don’ts aufgelistet. Und weil sie sich mit Sicherheit im Netz bestens auskennen, haben sie uns dazu gleich praktische Tipps und „Dos“ mitgeliefert – für einen sicheren und souveränen Umgang im Internet!

1. Keine Lust auf gute Passwörter?

Ein Maschendrahtzaun mit einigen Schlössern, die daran befestigt sind.
Photo by Danielle MacInnes on Unsplash

Das leidige Thema Passwörter lässt niemanden unberührt! Es verfolgt uns nicht nur privat sondern auch beruflich oder bei Anwendungen, die wir gemeinsam mit mehreren Personen nutzen. Doch je einfacher das Passwort, desto einfacher ist es, die eigenen Daten zu knacken und an Unbefugte weiterzugeben. Und dass diese Daten für die unterschiedlichsten Machenschaften interessant sind, dürfte nach den wiederholten Datenskandalen mittlerweile klar sein.

Unser DiNa-Do lautet daher: Sicher geht auch einfach. Mit einem starken Passwort, seid ihr jedoch auf der sicheren Seite. Ein gutes Passwort kreiert ihr zum Beispiel mit Hilfe der einfachen und genialen Merksatzregel.

So wird beispielsweise der Satz: „Ich denke mir ein sicheres Passwort aus!“ zu

Ichdenkemir1sicheresPasswortaus!

Idm1sPa!

Auch mit der eigens entwickelten Passwortkarte von Deutschland sicher im Netz könnt ihr euch einfach ein sicheres Passwort generieren.

P.S.: Der oben genannte Satz ist jetzt leider für eure Überlegungen zu einem sicheren Passwort völlig verbrannt, sorry!

2. Systemupdate? No time!

Photo by Goran Ivos on Unsplash

Wie automatisch ignoriert man gerne die aufpoppenden Hinweise zum anstehenden System- oder Betriebsupdate. Mit einem beiläufigen „Mach ich später!“ rückt das unliebsame Durchklicken und Warten immer weiter in den Hintergrund – bis es schließlich ganz in Vergessenheit gerät.

Unser DiNa-Do: Käffchen, Klick & up-to-date sein. Denn genau diese Updates sind der Schlüssel zum Schutz des Rechners und der eigenen Daten. Versucht doch, das nächste Update als kleine wohlverdiente Pause zu sehen. Das gute Gefühl wird euch belohnen!

3. (Phishing) E-Mail für mich <3

Eine rote Tür mit einem Briefschlitz. Auf dem steht "No junk mail".
Photo by Pau Casals on Unsplash

Absender – kenn ich! Betreff – macht neugierig! Aber Vorsicht! Sogenannte Phishing Mails sind mittlerweile ein bekanntes Problem. Das Blöde: Sie können auch mit realen Absendern versuchen, an deine Daten heranzukommen oder einen verstecken Virus zu installieren.

Unser DiNa-Do: Wenn euch eine Mail merkwürdig vorkommt, überprüft in jedem Fall, ob es in der Mailadresse Auffälligkeiten gibt. Schon kleinste Buchstabendreher weisen auf einen Phishing-Versuch hin.

Um auf der sicheren Seite zu sein, könnt ihr euch beim Absender auf einem anderen Kommunikationsweg rückversichern. Spätestens, wenn es um die Übermittlung sensibler Daten (wie Anschrift oder Kontodaten) geht, solltet ihr misstrauisch werden. Löscht in diesem Fall einfach die fragwürdige E-Mail.


4. Meine Daten sind für alle da!

Photo by Jacob Owens

Sharing is caring! Was unter Freunden definitiv gelten sollte, kann im Internet weitreichende Folgen haben. Wenn es um Informationen um eure Person geht, könnt ihr ruhigen Gewissens zum Geizhals mutieren.

Unser DiNa-DO: Es gilt, immer bewusst und möglichst sparsam mit den eigenen Daten umzugehen. Kontrolliert eure Einstellungen bei sämtlichen Online-Anwendungen und überprüft, ob wirklich alle Angaben verpflichtend sind. Wichtig: Achtet insbesondere auf die Verwertungsrechte bei Fotos & Videos.

5. CC oder BCC – ist doch egal?

Photo by Bernard Hermant on Unsplash

E-Mail-Adressen für alle! Leider passiert es viel zu häufig. Ein falscher Klick und die gewünschten E-Mail-Empfänger landen im „cc“ statt „bcc“-Feld. Das Problem: Sämtliche E-Mail-Adressen der übrigen Empfänger sind jetzt für alle sichtbar.

Unser DiNa-Do: Auch im Sinne des Datenschutzes ist es wichtig, dieses Szenario zu vermeiden. Daher achtet beim Versand eures Newsletters lieber einmal öfter darauf, ob die Empfänger für das gewünschte Mailing im blind copy (bcc) oder versehentlich im copy (cc) Feld gelandet sind.


Ein Gastbeitrag der Digitalen Nachbarschaft


Das Projekt Nachbarschaft Digital >Ehrenamt >Sicher> Transformieren (DiNa) hat das Ziel. Ehrenamtliche, Vereinsmitglieder und Bürger*innen im sicheren Umgang mit dem Internet und IT-Sicherheit sensibilisieren, sie zu trainieren und sie befähigen, ihr Wissen an andere weiterzugeben: ob Datensicherheit, verschlüsselte Kommunikation, sicheres Einkaufen und Bezahlen im Internet oder ein souveräner Umgang mit sozialen Medien. Bei „Digitale Nachbarschaft“, einem Projekt von Deutschland sicher im Netz, findet ihr die wichtigsten Informationen zu allen Fragen rund um Sicherheit im Netz. Nachbarschaft digital wird gefördert vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und unterstützt von der Deutschen Telekom AG.


Susan

Susan Brennicke ist Projektreferentin für Öffentlichkeitsarbeit im Projekt Nachbarschaft digital bei "Deutschland sicher im Netz". Nachbarschaft digital wird gefördert vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und unterstützt von der Deutschen Telekom AG.