D3 auf dem
Digital Social Summit 2019

„2 Tage, 400 Gäste, 98 Speakers, 48 Sessions, unzählige Eindrücke.“

Wie jeder gute Nachbericht beginnt auch unser Resümee des ersten Digital Social Summits mit Zahlen. Was wir damit eigentlich aussagen wollen: Die wenigen Tage, die nun zwischen uns und dem Digital Social Summit liegen, haben bei weitem nicht ausgereicht, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten!

Die Kalkscheune in Berlin bot als digital-historischer Veranstaltungsort (hier fand die erste re:publica statt!) den optimalen Rahmen für ein mehr als abwechslungsreiches Programm.

Ein Programmheft des Digital Social Summit mit verschwommenem Hintergrund.
© Henning Schacht / Digital Summit 2019

Wir dürfen vorstellen:
D3 bloggt!

Unser erstes Lebenszeichen auf unserem Blog soll nun gleich das digitale Gipfeltreffen des digitalen Dritten Sektors angemessen Revue passieren lassen!

Unsere ganz subjektiven Highlights aus zwei Tagen geballter Expertise haben wir in Form von „Social Picks“ für euch zusammengestellt.

Das digitale Gipfeltreffen der Zivilgesellschaft

Unter dem Titel „Strategien, Instrumente, Debatten.“ brachte der Digital Social Summit nach eigenen Angaben alle diejenigen aus dem Non-Profit-Sektor zusammen, „die es mit der Digitalisierung ernst meinen“. Dass die rund 250 verfügbaren Tickets schon nach wenigen Tagen ausgebucht waren, zeigt, dass der „dritte Sektor“ den Ernst der Lage durchaus erkannt hat. Social Start-ups, Organisationen und Vereine waren unter den Gästen – und gerade diese Mischung aus digital gestarteten Projekten und traditionell gewachsenen Organisationen, die sich noch mitten im Wandel befinden, sollte den Reiz dieses Gipfeltreffens ausmachen.

Was uns auch im Sinne unseres Projektes D3 – so geht digital gefreut hat: Der Bedarf der Zivilgesellschaft, sich zu Digitalthemen auszutauschen, ist groß!

Ebenfalls erfreulich: Auch heikle Themen, wie zum Beispiel Digitalstrategien in Organisationen (oder auch das Fehlen dieser Strategie!), kamen auf den Tisch und wurden offen diskutiert. Diese Mischung aus Diskussionsbereitschaft und Fehlerkultur stimmt uns in jedem Fall optimistisch – bilden sie doch die Grundlage für Innovationen. Konnten wir hier etwa eine Spur von Agilität spüren? Wir hoffen es.

© Henning Schacht / Digital Summit 2019

Beweisen muss sich nun, dass dieser „Spirit“ auch im Alltag bestehen bleibt und dass die neu gewonnenen Kontakte auch weiterhin gepflegt und genutzt werden. Wir haben jedenfalls viele spannende Menschen getroffen und viele Inspirationen mitnehmen können!

Unsere Programm-Highlights haben wir in Form von „Social Picks“ zusammengetragen. „Social Picks“ ist ein Format, das ihr hier in Zukunft häufiger finden werdet. Anstatt das Rad immer wieder neu zu erfinden, möchten wir hier ausgewählte Beiträge aus der Community zusammentragen. Tiefergehende Berichte zu den einzelnen Themen gibt es dann bald auf unserer Website. Bleibt also dran!

D3 Social Picks – die Highlights

Es ist viel los beim Eröffnungspanel! Thomas Leppert von der Robert Bosch Stiftung berichtet live vom Podium.

Viele Themen und „food for thought“. Susanne Kitlinski steuerte diese schöne visuelle Zusammenfassung bei. Noch Fragen?

Die Digitalisierung für Einsteiger und Mitmacher! Dagmar Hirche von dem Hamburger Verein „Wege aus der Einsamkeit“ setzt sich seit Jahren erfolgreich für die „Versilberung des Internets“ ein und führt ältere Menschen an die großen Vorteile der digitalen Möglichkeiten heran. Gleichzeitig ist sie zu einer Stimme der älteren Internetnutzerinnen und -nutzer geworden und macht sich stark für flächendeckendes, kostenfreies WLAN in Altenheimen. Wir haben die Expertin gefragt, wie man Skeptikern und Skeptikerinnen die Angst vor neuen Technologien nimmt.

Ein Highlight war die Keynote der Lucy Bernholz. Die Leiterin des „Digital Civil Society Labs“ an der Stanford University nahm sowohl Akteure der Zivilgesellschaft als auch Förderer in die Pflicht – beide Seiten müssen den digitalen Wandel in ihrer Arbeit stärker berücksichtigen. Bei den Förderbedingungen, jedoch auch bei der Erhebung und Nutzung von Daten:

Weiter geht es mit Digitalisierungsstrategien in Organisationen. Wie motiviert man Kolleginnen und Kollegen, den digitalen Wandel mitzugestalten?Hannes Jähnert vom DRK stand uns nach seinem spannenden Vortrag im Kurzinterview Rede und Antwort:

Was, wenn man im Rahmen seines Engagements ins Visier von Trolls und Hatern gerät? Nach ihrer spannenden Session erklärte Hanna Gleiss von dasNettz im Interview mit dem EVAUmag, wie man souverän mit #Hatespeech im Netz umgehen kann:

Auch ein Kernthema des Summits: Wie erreiche ich meine Zielgruppe online? Im Interview mit dem EVAUmag erklärt Tobias Stapf von Minor, was es mit „Digital Streetworking“ auf sich hat:

Algorithmenethik – ein spannendes und komplexes Thema, dem sich Ralph Müller-Eiselt von der Bertelsmann Stiftung widmete. Welche Entscheidungen treffen Algorithmen bereits für uns?Ein Fazit des Experten: Es braucht eine Kennzeichnungspflicht für Algorithmen und mehr Transparenz bei der Auswahl der Daten, die dem Algorithmus zugrunde liegen! Mehr zu dem spannenden Thema gibt es übrigens bald auf D3 – so geht digital.

So geht es weiter!

Auch unser Projekt „D3 – so geht digital“ wurde im Rahmen des Digital Social Summits vorgestellt. Ganz im Sinne unseres partizipativen Ansatzes haben wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen und auch die Meinungen unserer Session-Teilnehmenden eingeholt!

Erste Ergebnisse aus dieser Runde können wir bereits verraten:
Kuratierte Informationen mit hohem Service-Charakter sind ebenso gewünscht, wie Best Practices. Wichtig ist außerdem eine gelungene Verknüpfung von Online- und Offline-Angeboten, um wirklich alle Betetiligten im dritten Sektor zu erreichen und nachhaltig zum Wissensaustausch zu befähigen.

Nun arbeiten wir unter Hochdruck daran, dass eure Wünsche so schnell wie möglich wahr werden. Bleibt gespannt!

Categories: Blog

Franziska

Franziska Zölzer ist in der Stiftung Bürgermut als Redakteurin und Community Managerin für das Projekt D3 mitverantwortlich. Nach ihrem Studium der Neueren Deutschen Literatur in Hamburg, London und Berlin (Abschluss: Master of Arts) war sie auf Agenturseite als Redakteurin, Social Media Managerin und PR-Beraterin im Bereich der politischen Kommunikation tätig. Privat betreibt sie einen DIY-Blog und engagiert sich politisch in ihrem Kiez in Berlin Friedenau.

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