SEO für den guten Zweck: Teil 3 – Seitenaufbau und Inhalt

Beim Thema Suchmaschinenoptimierung geht es auch darum, wie ihr eure Inhalte im Netz aufbereitet und sortiert – das nutzt in erster Linie euren Nutzer:innen. In Teil 3 unserer Reihe widmen wir uns dem Thema Seitenaufbau und Inhalt.

Bild von William Iven auf Pixabay zeigt drei Scrabblesteine, die das Wort SEO auf einem Tisch darstellen

Eine kurze Auffrischung: SEO steht für Search Engine Optimization – also Suchmaschinenoptimierung. Mit der Beachtung einiger Tipps könnt ihr erreichen, besser im Netz aufgefunden zu werden. Es geht dabei um die Bereiche Technik, Inhalt und Qualität.

In Teil 1 dieser Reihe haben wir uns mit den verschiedenen Facetten von SEO allgemein beschäftigt. In Teil 2 drehte sich dann alles um das Thema Keywords – ein wichtiger Bestandteil und Ausgangspunkt des OnPage SEOs. In diesem Beitrag vertiefen wir das Wissen zum Thema Inhalt und Seitenaufbau, damit eure Seite besser gefunden wird.

Wir verraten hier natürlich ein paar Tipps, wie ihr in Suchmaschinen – speziell bei Google – besser gefunden werdet. Vieles davon ist aber kein zusätzlicher Mehraufwand: SEO bevorzugt Seiten, die Nutzer:innen wirklich einen Mehrwert bieten und gut zu navigieren sind. Ihr müsst also gar nicht den Fokus verschieben, sondern weiterhin auch online das Beste für eure Zielgruppe geben.

Klare Struktur, gute Themencluster

Es gibt ja so Webseiten, da kann man sich richtig verlaufen. Viele Ebenen, lange Linkketten, unübersichtliches Menü – das ist nicht nur für die Menschen schlecht. Es hat auch Einfluss auf die Platzierung in den Suchergebnissen. Warum?

Das Stichwort heißt „Duplicate Content“. Das heißt: Wenn eine Suchmaschine basierend auf einer Suchanfrage auf eure Website stößt, muss sie klar identifizieren können, welche Unterseite am relevantesten für die Suchanfrage ist. Gibt es mehrere, die sich nicht nennenswert unterscheiden, gibt sie unter Umständen einfach auf und zeigt keinen Treffer auf eurer Seite an.

Baut Themensilos!

Das bedeutet also: Ihr braucht eine klare Seitenstruktur. Abgegrenzte Themen und von großen Bereichen ins Detail. Aber: Bitte nicht verschachteln – die Nutzer:innen sollen sich auf eurer Seite nicht verlaufen. Menüebenen, die tiefer als zwei Ebenen unterhalb der Startseite liegen solltet ihr vermeiden.

Zum Thema Verlinkungen kommen wir im nächsten Teil unserer Serie. Vorab jedoch: Suchmaschinen verstehen besser, welche eurer Unterseiten thematisch enger zusammengehörten, wenn sie verstärkt untereinander statt gleichberechtig zu andersgelagerten Themenseiten verlinken. Klingt  auch aus Nutzer:innenperspektive sinnvoll, oder?

Die Grafik zeigt den Aufbau dreier Themensilos auf einer Website. Es sind drei in sich geschlossene Häuser mit Unterrubriken und Artikelunterseiten, die innerhalb der Silos stark miteinander verlinkt sind - zu anderen Silos hin wenig.

Der Fachbegriff für diese Art, seine Website aufzubauen, ist Siloing – eure thematischen Unterseiten bilden einzeln als in sich schlüssige Mini-Seite ein Themensilo. Innerhalb dieses Silos sollten vermehrt interne Verlinkungen stattfinden – auf andere Silos hingegen sollte bedachter und weniger verwiesen werden.

Inhaltlich ist es an euch, relevante Themenbereiche zu identifizieren  und diese in trennscharfe Silos zu unterteilen. Wie könnt ihr diese Silos umfassend mit Wissen anreichern? Wird die Silo-Struktur auch in euren URLs deutlich? (www.beispielseite.de/silo1 / www.beispielseite.de/silo1/unterseite1 etc.?). Eine klare URL-Struktur wirkt sich positiv auf das SEO-Ranking aus.

So sieht ein (nicht nur für Suchmaschinen) guter Text aus

Wenn die Suchmaschinen-Crawler eure Seite durchforsten, dann nutzen sie den Quelltext eurer Seite, um zu verstehen, worum es geht und wie relevant der Inhalt ist – auch auf Basis eurer Keywords. Die Auswertung von Videos und Fotos in Bezug auf ihre inhaltliche Relevanz schaffen sie noch nicht so recht.

Hier kommen also wieder Alternativ-Texte für Bilder und Untertitel für Videos ins Spiel. Warum ihr diese nicht (nur) für euer SEO nutzen solltet, sondern vor allem, um seh- und hörbeeinträchtigten Menschen eure Inhalte zugänglich zu machen, erklären wir hier.

Die Suchmaschinen-Crawler werten aber nicht nur eure Inhalte aus, sondern auch, wie ihr diese hierachisch anordnet.

  • Erste Absätze werden wichtiger eingeordnet als weiter unten stehende Inhalte
  • Überschriften (die auch im System als solche angelegt sind – „Fettdruck“ reicht nicht) sind relevanter als Fließtext. Regelmäßige Überschriften als H1, H2, H3 bieten außer den Suchmaschinen jedoch vor allem auch euren Leser:innen Orientierung und einen schnellen Überblick.
Verärgert den Panda nicht….

Holistik – Was hat das mit Pandas zu tun?

Die verschiedenen Bestandteile des Google-Algorithmus, der Websiten in Hinblick auf ihre Relevanz auswertet, tragen niedliche Tiernamen. Der Bestandteil des Google-Algorithmus namens Google-Panda straft solche Seiten ab, die Themen zu kurz und seicht abarbeiten.

„Holistik“ nennt sich eure Gegenmaßnahme: Es geht darum, ein Thema ganzheitlich zu betrachten und angemessen in seiner Vielschichtigkeit zu beleuchten. Das bedeutet: Eine Unterebene / oder bei kleinen Seiten das ganze Silo sollte verschiedene Aspekte behandeln, die die Leser:innen interessieren.

Nehmen wir das Thema „Freiwilligendatenbank“. Auf einer solchen Unterseite sollte nicht nur zu finden sein, was eine Freiwilligendatenbank ist und ein kurzer Link oder eine Linkliste auf Freiwilligendatenbanken verweisen. Nennt Beispiele, was man dort erwarten kann, erzählt beispielsweise Erfolgsgeschichten, stellt vielleicht Checklisten zur Verfügung, was man sich vor der Suche fragen sollte oder wonach man Angebote bewerten kann. Erklärt, ob es Alternativen zur digitalen Suche gibt, wen man bei Fragen ansprechen kann.

Klingt nach einer ziemlich informativen Seite, oder? Welche Themen dabei relevant sein könnten, habt ihr nach Lesen unseres letzten SEO-Artikels bereits bei der Suche nach den passenden Keywords für eure Seite herausgefunden – hier gilt aber: Nicht verstellen und verbiegen. Setzt Keywords gezielt ein, wenn sie zum Angebot passen!

So, fertig – werde ich jetzt unter den ersten 10 Suchergebnissen angezeigt?

Es gibt keine exakte Anleitung zum Erfolg – auch weil sich die Spielregeln immer weiterentwickeln. Die entsprechenden Algorithmen werden beständig weiterentwickelt. So gibt es bei Google mehrere hundert Änderungen im Jahr, einige wenige davon mit grundlegenden Auswirkungen. Achtet also auf die Aktualität eurer Informationen zum Thema SEO.

SEO ist eine Langzeitaufgabe, und beständiges Pflegen und Anpassen eurer Seite verbessert die Suchergebnisse mit der Zeit. Daher wiederholen wir noch einmal: Das Thema ist komplex und sollte nicht eure Arbeit bestimmen. Wie aber dieser Artikel zeigt, könnt ihr bei der Beherzigung vieler Hinweise nur profitieren: Im Ranking wie in der Anwender:innenfreundlichkeit.

Bei Themen, die von vielen besetzt werden und nach denen viel gesucht wird ist es schwieriger, im Ranking ganz nach oben zu steigen. Aber vergesst nicht: Es zählt vor allem der Inhalt – und im sozialen Sektor haben wir doch jede Menge guten Inhalt zu bieten, oder? Im kommenden Teil unserer SEO-Reihe werden wir uns dem Thema Links widmen  – bis dahin!

Hier findet ihr die weiteren Artikel unserer Serie

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