D3 unterwegs in Frankfurt

Gestern war #D3unterwegs nach Frankfurt! Unter dem Titel „Dem Engagement ins Netz gegangen“ kamen am 20. August zur 2. Jahrestagung die Freiwilligenagenturen Hessens für einen Tag zusammen. Innerhalb der im Grünen gelegenen Räumlichkeiten der Landessportschule – schön zu sehen, dass zivilgesellschaftliche Organisationen sich gegenseitig unterstützen – sollten an einem Tag konkrete Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Das Credo des Tages „Aus der Praxis – für die Praxis“!

Ganz nach diesem Motto ging es nach kurzer Begrüßung mit einem World Café los.

 Kurzer Hinweis: In unserer neuen P2P-Serie, stellen wir euch Veranstaltungskonzepte vor – hier geht es zum ersten Artikel der Serie!

Eine Stunde lang tauschten sich die Agenturen zu spannenden Themen wie „Die Nutzung von Whatsapp“, „Digitale Möglichkeiten zur Gewinnung und Haltung von Freiwilligen“ sowie „Das richtige Maß von analogen und digitalen Aktivitäten“ untereinander aus.

Besonders die Vielfalt und unterschiedlichen Organisationsformen der Agenturen vor Ort sorgten dafür, dass der Austausch sehr lebhaft und durchaus auch kontrovers ablief – denn die Erfahrungen und Arbeitsweisen der Agenturen unterscheiden sich stark. So lernten hauptamtliche Agenturen aus den Städten von ehrenamtlichen Agenturen aus dem ländlichen Raum – und umgekehrt.

Workshop – Digitales Engagement!

Nach kurzer Stärkung ging es dann auch schon in die Workshop-Runde! D3 – so geht digital war mit einem Workshop zum Thema “ Digitales Engagement” dabei. Innerhalb unseres Workshops durften wir gemeinsam mit den Teilnehmenden den Begriff des “digitalen Engagements” entmystifizieren. Was hat es damit auf sich? Und was bringt das überhaupt? Mit praktischen Beispielen aus der Szene konnten die Agenturen Impulse und Ideen zur eigenen Umsetzung vor Ort mitnehmen. Die Teilnehmenden lernten, wie sie mit digitalen Mitteln neue Zugänge zum Engagement vor Ort gestalten können und das häufig kleine Änderungen bereits eine große Wirkung entfalten.

Die drei wichtigsten Learnings zum Thema:

  1. Gemeinsam, auf Augenhöhe und in der Diskussion lernt man am meisten. Kurz gesagt: P2P-Learning ist DIE Lernform im digitalen Wandel.
  2. Die Zielgruppe in seine Kommunikation mit einbinden und auch offen über interne Vorgänge berichten. Das schafft Nähe und Transparenz.
  3. Kleine Anpassung – große Wirkung. Kontakt- und Kommentarfelder auf der Homepage, sind ein erster Schritt, um stärker mit Interessent:innen zu interagieren.

Die Zielgruppe (neu) kennenlernen

Im Anschluss ging es um die Entwicklung von Personas. Für viele war die Erarbeitung einer fiktiven Personen vor Ort sehr hilfreich, um verschiedene Perspektiven einzunehmen und mögliche Schnittstellen zu identifizieren. Diese Vorgehen empfanden die Vertreter:innen besonders hilfreich und werden dies auch in Zukunft für andere Planungen nutzen.

Werfen wir einen Blick auf einige Ergebnisse:

#Nadelöhr Kurzzeitengagment

Eine Agentur steht vor der Herausforderung, dass das Interesse für ein Kurzzeit-Engagement vor Ort sehr groß ist, es jedoch an potentiellen Einsatzstellen fehlt. Hier wurden kurzerhand Einsatzstelle selbst kreiert. So soll Karin – unsere erste Persona – aus dem Seniorenbüro durch Kurzzeithelfer Unterstützung bei der Ausrichtung verschiedener Veranstaltungen erhalten. Diese Möglichkeiten könnten dann zusätzlich noch über eine OpenStreet Map auf der Homepage der Agentur angezeigt werden. Und am Ende entsteht vielleicht aus der kurzfristigen Unterstützung ein langfristiges Engagement!

#Visuelle Eindrücke

Für Gisela aus Nordhessen ist die Umgebung und das Umfeld des Engagement entscheidet. Für sie sind visuelle Eindrücke weitaus wichtiger als ausgiebige Informationen. Daher werden für sie kurze Videos und Bilderalben auf der eigenen Homepage und den sozialen Kanälen geteilt.

#Handy-Sprechstunde

Die klassische Sprechstunde wird zur Handy-Sprechstunde. Teilnehmende der analogen Sprechstunde finden sich auf Wunsch in der Gruppe eines Instant Messenger wieder und können sich per Chat oder wie gewohnt telefonisch über Neuigkeiten informieren. 

Am Ende des Tages konnten wir beobachten, dass viele nach und nach den Mut fassten, eigene Herausforderungen stärker mit anderen zu teilen und insgesamt offener aufeinander zuzugehen. Diese Beobachtung, die Ergebnisse aus den Workshop und der sowohl kritische als auch enthusiastische Blick auf dies “Themen der Zukunft” zeigen, dass die Freiwilligenagenturen die notwendigen Grundlagen für den digitalen Wandel bereits gelegt haben!

Und zum Abschluss noch unser Lieblingsstatement des Tages:

Bürgerschaftliches Engagement kann man nicht herstellen – aber man kann Bedingungen schaffen, dass es Freude bereitet. Die hessischen Freiwilligenagenturen sind auf einen sehr guten Weg, dass das mit Unterstützung digitaler Mittel funktioniert!

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