#d3unterwegs – „Ich war noch niemals in New Work.“

D3 war vergangenes Wochenende mal wieder für Euch unterwegs. Dieses Mal führte es uns an Rhein und Mosel zugleich. Wir waren geladen zum diesjährigen „forumWHU – Wirtschaft in der Verantwortung“ in Vallendar, unweit der Stadt an zwei Flüssen, Koblenz. Unter dem Titel „Deutschland, deine Digitalisierung – Voranschreiten statt zurückbleiben“ kamen Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu einen facettenreichen Austausch für ein Wochenende zusammen.

Organisiert wurde die Veranstaltung zum 16. Mal von engagierten Studierenden der WHU. Wir waren und sind nachhaltig beeindruckt, was studentische Initiativen alles auf die Beine stellen!

Katarina, Projektleiterin bei „D3 – so geht digital“, Bert Stach (ver.di); Stefan Heilmann (IEG); Daniela Schmitt (Staatssekretärin RLP); Katrin Seifarth (Moderation) und Mateo Freudenthal (honestly) eröffneten den Samstag mit einer Diskussionsrunde zum Thema „Wandel der Arbeitswelt – Zwischen Ungewissheit und Zuversicht“.

Teilnehmende des Panels v. l. n. r.
Bert Stach (ver.di); Stefan Heilmann (IEG); Daniela Schmitt (Staatssekretärin RLP); Katrin Seifarth (Moderation); Katarina Peranic (Stiftung Bürgermut); Mateo Freudenthal (honestly)

„Wandel der Arbeitswelt – Zwischen Ungewissheit und Zuversicht“

Zum Einstieg gab es ein paar Gedanken zur Arbeitswelt von heute. Einigkeit herrschte bei allen Teilnehmenden des Panels, dass bei allen Überlegungen zu besseren Arbeitsbedingungen auch der Wandel unseres Arbeitsalltags eine Rolle spielt: Wir gehen heute nicht mehr einfach nur „zur Arbeit“ und der klassische „Arbeitsplatz“ wird durch digitale Möglichkeiten in vielen Branchen immer mehr aufgeweicht. Kurz gesagt: „work follows the sun“ – ist also zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort der Welt möglich.

Sonne und Arbeit? Überall arbeiten können? Damit ist das Spannungsfeld bereits eröffnet. Denn: Wenn Arbeit immer und überall möglch ist, wo zieht man die Grenze? Und ist das überhaupt erwünscht?

Klar wurde in der Runde aus Gewerkschaftsvertretern, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, dass sich die Bedingungen des (zukünftigen) Arbeitsmarktes in einem steten Wandel befinden und immer wieder neu ausgehandelt werden müssen. Mit eben diesem Spannungsfeld beschäftigt sich das Konzept „New Work“, das insbesondere die Vereinbarkeit zwischen Erwerbsarbeit und dem individuellen Wertemuster, der Freizeit, Familie oder Engagement im Fokus hat.

Übrigens: Spannende Gedanken zu diesem Thema bietet Julia Post in ihrem spannenden Beitrag zu unserer NPO-Blogparade!

Außerdem identifizierten die Panel-Teilnehmenden folgende Aspekte als zentrale Themenfelder von „New Work“:

  • Kulturwandel in Unternehmen / Organisation / Initiative
  • Gestaltung von Qualifizierungsmöglichkeiten
  • Persönliches Selbstvertrauen

Katarina betonte nochmals die Rolle der Zivilgesellschaft als Seismographen des gesamtgesellschaftlichen Stimmungsbildes. Darüber hinaus forderte sie einen sektorübergreifenden Lernprozess, um somit auch soziale Randgruppen aktiv anzusprechen und besonders lokalere und kleinere Experimente zu unterstützen. Ein gutes Beispiel stellen hier die aktuellen Entwicklungen im MINT Bereich und den MINT Regionen & Netzwerken dar. Hier arbeiten Industrie und der Bildungsbereich intensiv an innovativen außerschulischen Lernangeboten.

Wandel in der Arbeitswelt – Wandel in der Demokratie

Nicht nur die Arbeitswelt ändert sich, unsere gesamte Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Wenn Mitbestimmung in der Arbeitswelt immer wichtiger wird, ist dieser Aspekt auch gesamtgesellschaftlich nicht zu vernachlässigen.

Gerade für demokratische Prozesse ergeben sich hier große Chancen, aber auch Risiken, wie die derzeitigen Wahlergebnisse einiger undemokratischen Strömungen und Parteien zeigen. Im Panel wurde diskutiert, dass (digitale) Bildung hier den effektivsten Hebel gegen Hetze und Fehilinformation bildet. Doch nicht nur in der institutionellen Bildung, auch im Alltag haben wir alle die Möglichkeit, wachsamer zu werden und anderen Menschen weiterzuhelfen – zum Beispiel in Patenschaften oder anderen Formen des Engagements.

Unser Fazit: Als Zivilgesellschaft sind wir hier alle gefragt!

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