Da die Arbeit auch in Zeiten der re:publica nicht warten darf, starten wir erst gegen Mittag in den zweiten Convention Tag. Genauer gesagt: Nach unserer Sprint-Review. Für alle, die es noch nicht wissen: Wir arbeiten bei D3 – so geht digital mit der Scrum-Methode, die uns ein möglichst agiles Arbeiten ermöglicht. Nähere Informationen dazu folgen sicherlich bald ebenfalls auf dem Blog. Nachdem wir also die letzten zwei Wochen evaluiert und uns gegenseitig die Ergebnisse präsentiert haben, geht es los in Richtung Station Berlin – dem Veranstaltungsort der re:publica.

Learning 1: Quality Time mit Gleichgesinnten statt Panel-Hektik

Nach der Hektik des ersten Tages haben wir dazugelernt: Weniger Talks und Panels, dafür mehr Treibenlassen, Stände anschauen und Leute treffen. Wie auch gestern freut es uns sehr, dass die Zivilgesellschaft stark vertreten ist und wir viele spannende Menschen kennenlernen können. Unter anderem vertreten ist Wikimedia Deutschland, die wir zu einem kurzen Interview bitten dürfen, das wir euch an dieser Stelle roh und ungeschnitten präsentieren:

Und wie im Video versprochen, findet ihr hier den Link zu den Digital Literacys, die auf den Herren in diesem Ted Talk zurück gehen:

Learning 2: Hacker können nicht hexen

Um 12:30 geht es los mit dem ersten Talk unseres Tages. Während sich der Innenhof mit obligatorischen Lunch-Dates füllt, wechseln wir die Location und statten der parallel stattfindenden Tincon einen Besuch ab. Die Internet-Convention für Kinder und Jugendliche findet im Nachbarhaus statt – dem sogenannten Kühlhaus.

Hier erwartet ein Vortrag von Linus Neumann vom Chaos Computer Club, der auf sehr unterhaltsame Art und Weise für das Thema Datenschutz wirbt. Denn: Er gestaltet seinen Vortrag aus der Sicht eines Hackers. Wie gehen Hacker vor, welche Möglichkeiten bieten wir ihnen täglich? Und wie macht man es ihnen besonders schwer? Wir lernen vieles über die „Götter in Schwarz“ – aber auch über unser eigenes Nutzerverhalten. Besonders interessant ist das, weil Linus Neumann hier aus seiner Erfahrung als gelernter Psychologe schöpft.

Hier einige Tipps, die uns dann doch bekannt vorkamen. Aber: Solange wir keine bessere Lösung haben, halten wir uns daran!

Aber, das muss man ihm lassen: Die unattraktiven Themen so ansprechend zu gestalten, ist mehr als respektabel. Dieser Vortrag gehört (nicht nur) in den Schulunterricht!

Learning 3: KI kann Kunst

Von der bunten Tincon geht es nahtlos weiter in die cleane und durchgestylte Denkfabrik des Bundesarbeitsministeriums. Panel zwei des heutigen Tages beschäftigt sich mit „Kreativer KI“ – also künstlicher Intelligenz, die in kreativen Prozessen zum Einsatz kommt.

Die Bereiche, in denen dieses Szenario der Maschine als Designer denkbar ist, sind weitläufig. Vom Design des nächsten It-Sneakers bis hin zu kreativen Buchcovern, die perfekt zum Inhalt passen.

Zwischenfazit: Enträtseln wir den Mythos!

Trotz der unterschiedlichen Themen ist bei beiden Panels eine Kernaussage zu erkennen, die sich auch auf die „Digitalisierung als Ganzes“ übertragen lässt: Aufklärung sticht Angst.

Sosehr die Angst vor gefühlt allmächtigen Hackern (sind sie nicht) oder sich verselbstständigen Algorithmen (können sie nicht ohne Weiteres) richtig und wichtig ist: Um sich weiterhin sicher und kompetent in einer digitalen Welt zu bewegen, kommen wir nicht darum herum, uns stetig weiterzubilden und zu informieren. Denn handlungsfähig zu sein und Diskurse zu verstehen, ist das beste Mittel gegen Angst und Verunsicherung. Und oft sind die Erklärungen gar nicht so schwer:

Storytelling und die Macht der Plattformen

Der Rest des Nachmittags ist dann doch – obwohl wir Besserung gelobt haben – von Workshops geprägt. Gestartet in der überfüllten Media Cube stellt Spiegel-Online-Redakteurin Angela Gruber die Snapchat-Strategie ihres Hauses vor.

Zudem gibt die „Netzkolumnistin“ spannende Einblicke in das Hochkant-Format, das laut Expert:innen den klassischen Feed bei Facebook und Co. in nicht allzu ferner Zukunft ablösen wird.

Insgesamt haben wir einen ganz anderen aber wieder sehr spannenden Tag auf der re:publica verbracht und versuchen weiterhin, unsere Eindrücke zu ordnen. Natürlich werden wir euch am Ende ein „Wrap-up“ unserer Learnings und Trends zusammenfassen. Bleibt also dabei!

Categories: Blog

Franziska

Franziska Zölzer ist in der Stiftung Bürgermut als Redakteurin und Community Managerin für das Projekt D3 mitverantwortlich. Nach ihrem Studium der Neueren Deutschen Literatur in Hamburg, London und Berlin (Abschluss: Master of Arts) war sie auf Agenturseite als Redakteurin, Social Media Managerin und PR-Beraterin im Bereich der politischen Kommunikation tätig. Privat betreibt sie einen DIY-Blog und engagiert sich politisch in ihrem Kiez in Berlin Friedenau.

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