Den Digital Social Summit noch einmal erleben

Vor gut einem Monat fand der vierte Digital Social Summit virtuell aus Stuttgart statt. In den 42 Sessions wurde von Verwaltungstools für Non-Profits über agiles Lernen in traditionsreichen Organisationen bis hin zum Aufbau von E-Learning-Plattformen jede Menge Wissen geteilt und in Diskussionen erweitert. Das umfangreiche Archiv gibt euch nun die Möglichkeit, dieses Wissen auch weiterhin zu nutzen.

Bühnen-Foto von 4 Personen in Sesseln auf der Bühne des Digital Social Summit 2022.

Foto: Sebastian Berger

Fast 1000 Teilnehmende sind am 29. & 30. März virtuell nach Stuttgart gereist. Der diesjährige Digital Social Summit hatte sich nicht weniger vorgenommen, als mit der Community eine sozial-digitale Agenda für überMorgen zu entwerfen. Auf dem Programm standen 42 Sessions, acht Praxis-Workshops, Panelgespräche, eine Keynote, bewegte Pausen und Raum für Austausch und Vernetzung. 

Das Programm war gegliedert in die Themen-Tracks #DigitaleKompetenzen #GuteDigitalisierung #Organisationskultur und #Debatte. Die Vielfalt der Sessions spiegelte die ganze Bandbreite der digitalen Zivilgesellschaft wieder und gab vielfältige Einblicke in und Praxis-Tipps für die digitale Transformation gemeinnütziger Organisationen. Wir möchten euch diesen reichen Wissens-Speicher gern einmal im Schnelldurchlauf vorstellen.

Digitale Demokratie, die Macht der Algorithmen und mehr: Die Highlights im Livestream

Der Livestream des Digital Social Summit war auch in diesem Jahr für alle da. Ob mit Bezahl-Ticket, kostenlosem Ticket oder gestreamt über Alex Berlin TV: aus dem Studio „Im Wizemann“ in Stuttgart führte Moderatorin Teresa Sickert durch das Programm. Alle Inhalte des Livestreams gibt es zusammengestellt in einer eigenen youtube-Playlist. Darin findet ihr beispielsweise lehrreiche Einblicke von Julia Gundlach (Bertelsmann Stiftung) zur Frage, wie wir algorithmische Systeme dazu nutzen können, Chancengerechtigkeit zu erhöhen und Teilhabe zu stärken. In ihrem Impulsvortrag zeigt sie auch anhand der Kitaplatzvergabe in Steinfurt, was bereits jetzt möglich ist.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind eng verknüpft. In seinem Vortrag „Nur ein Jahr länger: Politik und Software rund um’s Smartphone“ lieferte Erik Albers (Free Software Foundation) erschreckende Zahlen. Wusstet ihr, dass es 2019 53 Millionen Tonnen Elektroschrott gab – und nur 17% davon recycled wurden? Oder dass Google-Software-Produkte im Schnitt eine Lebenszeit von 4 Jahren und 1 Monat haben, bis sie wieder abgeschaltet werden? All das verbraucht Unmengen an Energie – diese Ressourcenverschwendung könnte durch bewusstere und längere Nutzung massiv gesenkt werden.

Die digitale Zivilgesellschaft: Das sind wir alle!

Das Highlight im Livestream war wohl die Keynote mit Lucy Bernholz. „Digital civil society is all of us” – daran erinnerte die Leiterin des Stanford University Center on Philanthropy and Civil Society zu Beginn in ihrer Keynote. Darin lotete sie Möglichkeiten aus, die zivilgesellschaftliche Initiativen im digitalen Raum entfalten können. In ihrer kämpferischen, politischen Rede versteckten sich auch sehr viele empowernde Botschaften: “The technology exists, the infrastructure exist. What we need to empower, create, is a commitment for democracy.” (Die Technologie, die Infrastruktur ist vorhanden. Was wir noch brauchen, um wirkmächtig zu sein, ist ein Commitment zur Demokratie.)

Alle Inhalte des Livestreams können wir hier unmöglich zusammenfassen – einige weitere Highlights sind eine spannende Panel-Diskussion zu „Technologie im Alter – Teilhabe in einer alternden Gesellschaft“, mehr zu digitalem Engagement und der Plattform gutes-geht.digital und ein Gespräch mit den Initiator:innen der Alliance4Ukraine und unterkunft-ukraine.de über digitales Engagement in Krisenzeiten. Klickt euch durch den Livestream und lasst euch inspirieren und informieren:

42 Sessions: Unsere sozial-digitale Antwort auf (fast) alles

Wie viel Wissen über digitale Transformationsprozesse, über Tools und gemeinwohlorientierte Digitalisierung in sozialen Organisationen steckt, beweisen die 42 Sessions des #dss2022. Hier wurden Themen wie Organisationsführung und Partizipation, App-Entwicklung und Programmiersprachen, Fake News und Mikro-Targeting, Demokratieförderung, Digitalisierungsberatung und Innovationsförderung diskutiert. Alle Sessions, die nicht im Live-Stream liefen, sind in einer eigenen youtube-Playlist zusammengestellt.

Beinahe genauso viele Tipps wie Teilnehnehmende (also jede Menge) gab es beispielsweise in der Session „Bye-bye Zoom-Fatigue: Digitale Treffen abwechslungsreich gestalten“ mit Bea Pässler und Eda Özdemir von be-da. Ihr wollt wissen, wie ihr eure digitalen Meetings so aufbaut, dass echte Interaktion gelingt? Dann schaut rein!

Ihr sucht praktische Tipps, wie man es als gemeinnützige Organisation bei TikTok schaffen kann? In der Session der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gibt es jede Menge Tricks an die Hand. Auch dabei: Blended Learning Formate aufsetzen mit dem Deutschen Fußballbund, Management- und Controlling-Tools für Non-Profits kennenlernen mit der Impact Society, und, und, und…: Die Liste der Sessions lohnt einen zweiten Blick.

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